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27. Januar 2005
Zukunfts-Wohnen Wilhelmsburg
Staatsrätin aktiv fürs Passivhaus
Umweltstaatsrätin Dr. Herlind Gundelach ist
die erste „VIP“, die über die Elbe nach Wilhelmsburg „springt“. Ab heute
wird ihr Passivhaus auf der Baustelle „Bei der Windmühle“ auf Europas
größter Flussinsel gebaut. Da es aus vorgefertigten teilen besteht, ist
schon im März Richtfest. Das Haus ist Teil der „Europäischen
Solarbauausstellung“, an der Hamburg mit den beiden Projekten Heimfeld, An
der Rennkoppel und Wilhelmsburg, Bei der Windmühle teilnimmt
(Gesamtinvestitionssumme für beide rund 25 Millionen €). Insgesamt sind bei
dieser Großpräsentation des Modernsten, was derzeit im Baubereich an
Ressourcenschonung und Preiswertem auf dem Markt ist, elf weitere Städte aus
fünf EU-Ländern dabei (vom 20. Mai bis 19. Juni 2005).
Auf dem Baugelände in unmittelbarer Nähe zur
historischen Windmühle und der Dove-Elbe entstehen auf 34.000 m² 68 Einzel-,
Doppel- und Reihenhäuser mit Grundstücken bis zu 800 m². Gebaut werden
Niedrigenergiehäuser, deren maximaler Heizenergiebedarf bei 40
Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Wohnfläche und Jahr beträgt (ein
normaler Neubau verbraucht fast doppelt soviel). Ein Drittel der Projekte
erfüllt mit 15 kWh sogar den so genannten Passivhaus-Standard (wie das Haus
der Staatsrätin). Der Wärmebedarf wird vollständig aus regenerativen
Energien gedeckt. Die Rest-Energie bezieht man entweder aus Solar-Anlage,
Holzpellet-Heizungen oder Erdwärmeanlagen. Insgesamt lässt sich so bis zu 80
% Energie für Warmwasser und Heizung im Vergleich zu herkömmlichen Neubauten
einsparen.
[…]
Die Preise der Häuser
sind bewusst moderat gehalten und liegen nur geringfügig (ca. 10 Prozent)
über dem Preis üblicher Neubauten. Bei den derzeit steigenden Energiepreisen
rechnet sich das aber schon nach wenigen Jahren. Für die Verwendung
erneuerbarer Energien und den Bau von Passivhäusern können außerdem
Zuschüsse aus Landes- und Bundesmitteln über die Hamburgische
Wohnungsbaukreditanstalt beantragt werden. Einige Objekte werden als
Anti-Allergie-Haus konzipiert, andere sind „barrierefrei“ oder können dazu
leicht umgerüstet werden. Einmalig in Hamburg: Die Häuser werden in der
Planungsphase von der TU Harburg und beim Bau vom NIEDRIG ENERGIE INSTITUT
Detmold auf ihre bauliche Umsetzung und die Qualität des Energiestandards
überprüft.
Auch wir sind bei der Europäischen Solarbauausstellung dabei!
Wir bauen das Passivhaus der Staatsrätin Frau Dr. Gundelach!
Hier sind die ersten Bilder mit dem ersten Spatenstich durch Frau Dr.
Gundelach: |