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Gebäudehülle:
Das A und O eines Passivhauses ist eine hochgedämmte Gebäudehülle, um die
Wärmeverluste möglichst gering zu halten. Aus welchem Material die Wand
gefertigt wird, richtet sich nach den Wünschen des Bauherrn. Allerdings
beeinflusst das Material die Wandstärke, wie folgendes Beispiel anschaulich
zeigt: Um einen typischen Passivhaus-U-Wert von 0,13 W/m²K zu erreichen, müsste
eine Wand aus Normalbeton fast 16 Meter dick sein, aus Porenbeton 83 Zentimeter
und eine Wand aus einem herkömmlichen Dämmstoff 30 Zentimeter.
Richtwert:
Der U-Wert von Außenwand, Dachflächen und Bodenplatte sollte 0,15 W/m²K nicht
überschreiten. Möglich sind heute bereits 0,1 W/m²K.
PAB Passivhaus erreicht U-Werte von 0,09 W/m²K.
Lüftung:
Der Schlüssel zum Passivhaus ist die Lüftungsanlage mit einer hocheffizienten
Wärmerückgewinnung. Damit wird Wärme aus der Abluft in einem Wärmeübertrage
zurückgewonnen und so die Zuluft temperiert – ohne dass sich die Luftströme
vermischen. Die erwärmte Zuluft wird langsam im ganzen Gebäude verteilt. Häufig
wird auch ein Erdwärmetauscher integriert.
Richtwert:
Der so genannte Wärmebereitsstellungsgrad der Lüftungsanlage, das heißt, wie
viel Wärme von der Abluft für die Zukunft zurückgewonnen wird, sollte mindestens
75 Prozent betragen, möglich sind heute 90 Prozent.
PAB Passivhaus kann einen Wert von 82 Prozent nachweisen.
Kompakte Bauform:
Je kompakter ein Haus gebaut ist, desto geringer sind die Energieverluste. Am
kompaktesten ist die Kugelform, bei Gebäuden ist die Iglu-Form sehr kompakt. Die
Kompaktheit eines Hauses wird mit dem sogenannten A/V-Verhältnis angegeben. Das
ist das Verhältnis von Außenfläche (A) zum Volumen des Gebäudes (V). Ein
schlechtes A/V-Verhältnis kann aber durch dickere Dämmschichten ausgeglichen
werden. Es ist deshalb nicht zwingend, ein Passivhaus in Würfelform und mit
einem Pultdach zu bauen – allerdings wäre dies am besten.
Richtwert:
Das A/V-Verhältnis für ein freistehendes Einfamilienhaus sollte 0,8 nicht
überschreiten.
PAB Passivhaus erreicht Werte von ca. 0,7.
Solare
Ausrichtung: In
einem Passivhaus geht es nicht nur darum, Wärmeverluste möglichst zu reduzieren,
sondern auch darum, passive Wärmegewinne möglichst zu erhöhen. Hier spielt die
Sonnenenergie, die durch die Fenster von außen nach innen einstrahlt, eine
entscheidende Rolle. Um möglichst viel passive Solarenergie zu ernten, haben
Passivhäuser große Fenster nach Süden. Das beeinflusst auch die
Grundrissplanung: In der Regel liegen Wohn- und Kinderzimmer nach Süden,
untergeordnete Räume wie Bad und Schlafzimmer nach Norden oder Osten. Aber: Je
großflächiger die Verglasung, desto eher wird der sommerliche Hitzschutz ein
Thema. Das Passivhausprojektierungspaket bietet deshalb ein Verfahren zur
Berechnung der sommerlichen Übertemperaturhäufigkeit von Gebäuden. Sie zeigt, an
wie viel Tagen im Jahr die Temperatur im Haus über 25°C liegt.
Richtwert:
Die Übertemperaturhäufigkeit sollte nicht über 10 Prozent liegen.
Bei PAB Passivhaus liegt die Übertemperaturhäufigkeit bei ca. 6 - 8
Prozent.
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Wärmebrückenfreie Konstruktion:
Wärmebrücken sind Bereiche in der Gebäudeaußenhülle,
die nur schlecht gedämmt sind und an denen teuer erzeugte Energie von innen
nach außen gelangt. Schwachstellen sind insbesondere herausragende
Betonteile wie Balkone und die Dämmung nach außen (Bodenplatte). Mit der
heutigen Bautechnik und cleveren Lösungen ist es möglich, praktisch
wärmebrückenfrei zu bauen.
Richtwert: Die Anschlüsse,
auch an Schwachpunkten, müssen so konstruiert sein, dass
Wärmebrückenverlustkoeffizienten maximal 0,01 W/mK betragen.
PAB Passivhaus unterschreitet diesen Wert noch!
Fenster:
Ein Passivhaus braucht hochgedämmte Fenster und Türen. Die strengen
U-Wert-Anforderungen können in der Regel nur eingehalten werden, wenn die
Fenster eine Dreifachverglasung und einen hochwärmegedämmten Rahmen haben.
Wichtig für Passivhaus-Fenster ist auch der g-Wert. Der g-Wert gibt den
Anteil der einfallenden Sonneneinstrahlung an, der durch das Fensterglas in
den Raum gelangt und damit auch zur Raumheizung beiträgt.
Richtwert:
Der Gesamt-U-Wert für Verglasung und Rahmen darf 0,8 W/m²K nicht
überschreiten. Neuentwicklungen erreichen heute sogar noch deutlich
niedrigere Werte von 0,6 W/m²K. Der g-Wert für Passivhäuser sollte
mindestens 50 Prozent betragen.
Die Fenster eines PAB Passivhauses haben einen U-Wert
von 0,74 W/m²K und einen g-Wert von mindestens 50 Prozent.
Luftdichtigkeit:
Die Außenhülle eines Gebäudes sollte möglichst luftdicht sein. Nur so lassen
sich Bauschäden durch Wasserdampf vermeiden. Außerdem erhöht ein
unkontrollierter Luftaustausch die Wärmeverluste. Für Passivhäuser gelten
deshalb hohe Anforderungen.
Richtwert:
Beim sogenannten Blower-Door-Test darf die Leckage durch unkontrollierte
Fugen nicht höher sein als das 0,6-fache des eingeschlossenen Luftvolumens
pro Stunden.
PAB Passivhaus erreicht durchschnittlich Werte beim
Blower-Door-Test von 0,4.
Erdwärmetauscher:
Die Frischluft kann über einen Erdreich-Wärmetauscher in das Haus geführt
werden. Selbst an kalten Wintertagen wird die Luft so bis auf eine
Temperatur von 5° C angewärmt, bevor sie ins Gebäude gelangt. Um
Hygieneprobleme zu vermeiden, sollten Bauherren auf eine hohe Qualität des
Systems achten, beispielsweise, dass sie mit hochwertigen Filtern an der
Ansaugöffnung ausgestattet und mit Gefälle verlegt sind, damit Kondenswasser
abfließen kann. Vermeiden sollten Hausbauer die von manchen Herstellern
bevorzugten einfacheren Lösungen. Der Erdwärmetauscher ist für das
Passivhaus nicht Pflicht.
Der Erdwärmetauscher kann bei einem PAB Passivhaus mit eingeplant werden.
Solaranlage:
Ebenfalls nicht Pflicht, aber eine sinnvolle Ergänzung ist die Erdwärmung
des Brauchwassers mit regenerativen Energien. Erst wenn die Temperatur des
Solarspeichers unter den Sollwert fällt, muss nachgeheizt werden. Die
Aufgabe kann eine kleine Wärmepumpe oder auch ein kleiner Holzpelletofen
übernehmen.
Bei einem PAB Passivhaus ist eine Solaranlage zur
Unterstützung der Heizung im Preis enthalten.
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