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Solinger Tageblatt vom 8. 6. 2002
Mit neuer Blaupause in die Zukunft
Das Architekturbüro Pistor/Henke hat einen neuen Partner. Mit Energiespar-Häusern will man eine Nische besetzen.
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© Uli Preuss
(kra) Die Architekten haben eine neue Blaupause für ihre Firma entworfen: Mit Klaus Deichmann haben Stefan Pistor (40) und Jörg Henke (44) sozusagen angebaut. "Die Profile passen gut zusammen", meint Pistor über den neu hinzugekommenen Diplom-Ingenieur. Deichmann, der seit 1996 in Wald ein Planungsbüro betrieb, bringt vor allem Qualitäten als Bauleiter mit. Das Büro Pistor/Henke, in das der 40-Jährige eingestiegen ist, gehört zwar nicht zu den ganz Großen, dafür jedoch seit mehr als 40 Jahren zu den Etablierten in der Klingenstadt. In zweiter Generation planen die Architekten am Werwolf alles - vom kleinen Anbau bis zum Amtsgericht. An der Goerdelerstraße hatten sie seinerzeit die Federführung. Warme Häuser ohne HeizungObwohl zuletzt auch verstärkt in Wuppertal aktiv, konzentriert sich das Trio weiterhin hauptsächlich auf Solingen. Aktuellstes Projekt ist der Umbau des ehemaligen Mannesmann-Verwaltungsgebäudes an der Weyerstraße, in Höhe Schleifersberg gelegen.
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Dort entstehen Eigentumswohnungen und Gewerbe- flächen. Pistor: "Das ist kompliziert bei so einem Gewerbe- gebäude aus der Jahrhundertwende." Trotzdem soll es im Herbst fertig werden. In eine Nische hoffen Pistor, Henke und Deichmann mit ihrem neuen Kooperationsvertrag vorgestoßen zu sein. Seit kurzem arbeiten die Solinger mit einem Hersteller von so genannten Passivhäusern aus dem Münsterland zusammen. Es handelt sich dabei um Holzhäuser, die so gut gedämmt sind, dass sie ohne Heizung auskommen. "Die Nachfrage wird sich einstellen", glaubt Pistor. Er erwartet, dass auch der Gesetzgeber durch Förderanreize das Interesse in diese Richtung lenkt. Berechnungen sagen aus, dass man in diesen Häusern auf 20 Jahre etwa 100 000 Euro sparen kann. "Zu kaufen gibt es sie ab einem Festpreis von 175 000 Euro - ohne Grundstück." Zuschauer ist das Architektur-Büro nur bei den Planungen für den Graf-Wilhelm-Platz (Neumarkt). Leider, wie Stefan Pistor anmerkt. Denn der Entwurf, den er, Jörg Henke und Christiane Gerold-Tenbuhs in der Planungswerkstatt vorstellten, müsse sich nicht vor dem verstecken, der den Zuschlag erhielt. Angesichts der Bedeutung des Neumarkt-Projektes für die City würde sich Stefan Pistor ohnehin wünschen, dass "öfter mal auch fachlich kompetente Solinger gefragt werden". Solinger Tageblatt vom 8. 6. 2002 |