Passivhäuser-Mehr als nur ein technische Avantgarde

 

Passivhäuser

Das Holzhauskonzept

Mehr als nur eine technische Avantgarde

Passivhäuser-Mehr als nur ein technische Avantgarde

 

Meiner hat Klimaanlage, Bordcomputer, Pollenfilter und Zentralverriegelung – was selbst Kleinstwagenkäufer heute nur noch ein müdes Lächeln abringt, sorgt bei Bauherren für schieres Erstaunen: „Wie, so was gibt´s auch für Häuser?“ Es gibt, und dabei handelt es sich beileibe nicht um überflüssigen Schnickschnack.

Wer jetzt ein Passivhaus baut, spart im Vergleich zum Durchschnittsverbrauch des bundesdeutschen Gebäudebestandes in den nächsten 30 Jahren mindestens 40.000 Mark Heizenergiekosten – Preissteigerungen noch nicht einmal eingerechnet. Erkauft wird diese Ersparnis keineswegs, wie in den Anfängen der Ökologiebewegung, durch geringeren Gebrauswert oder gar Komfort, im Gegenteil: Die hochgedämmte Hülle, kontrollierte Lüftung und Licht- durchflutete Räume schaffen im Sommer wie im Winter ein besonders behagliches, ausgeglichenes Wohnklima.

 

 

Ein Passivhaus verursacht bei konsequenter Planung nur geringfügig höhere Baukosten, ist kein kostspieliges High-Tech-Produkt. Es geht äußerst sparsam mit den knappen Energieressourcen um und senkt die Betriebskosten auf ein Minimum. Deshalb wird es sich über kurz oder lang zum allgemeinen Standard bei Neubauten entwickeln (müssen).

Außerdem hat die Kreditanstalt für Wiederaufbau ihr Förderprogramm zur CO2-Minderung bereits auf Passivhäuser umgestellt:

Bis zu 50.000 Euro werden zinsvergünstigt finanziert.

Quelle / Text: Welt am Sonntag - Sonntag, 10 Juni 2001

 

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